Marokko - Die perfekte Reiseroute für zwei Wochen

21.10.2019

Marokko - die perfekte Route für 2 Wochen

Vor meiner Reise habe ich durch Recherchen auf verschiedenen Foren und Blogs den Eindruck gewonnen, zehn Tage wären die ideale Reisezeit für Marokko. Tatsächlich könnte ich gut drei Wochen in dem Land verbringen und immer Neues sehen. Hier mein Vorschlag einer perfekten Reiseroute durch Marokko, die in etwa zwei Wochen zu bewältigen ist. Wahrscheinlich die ideale Reiselänge, bevor man Albträume vom täglichen Couscous und Tajineverzehr bekommt.


Marrakech (2-3 Tage)

Marrakech ist der perfekte Ort um die Reise zu starten und voll und ganz in das Land einzutauchen. In der Stadt wuselt es an allen Ecken und mancher würde sogar meinen, es wäre die lebhafteste Stadt der Welt (Post: https://www.sunnyssideup.de/l/die-lebhafteste-stadt-der-welt/). Unbedingt sehen sollte man die Ben Youssef Madrasa, eine ehemalige Islamschule. Leider wurde mir ein Besuch verwehrt, da sie bis 2020 renoviert wird. Ein weiteres Highlight ist der riesige Hauptplatz Djemaa El Fna. Von Obstverkäufer über Straßenmusiker und Schaulustige versammelt sich hier die halbe Welt. Am besten beobachtet man das Treiben von einem der unzähligen Rooftop-cafés.

Bei einem Aufenthalt in Marrakech kommt man nicht daran vorbei, sich in der Medina, dem Altstadtgewirr, zu verlaufen und in den angenehm ruhigen Seitengassen umher zu spazieren. Kommt man wieder auf die belebten, aber ebenso engen, "Hauptgassen" gibt es alles, was das Shoppingherz begehrt.


Essaouira (1 Tag)

In dieses Fischerstädtchen werden einige Tagesausflüge von Marrakech angeboten. Berühmt ist der Ort vor allem für seine Fischerboote, die Meeresfrüchte und seinen nicht zu bändigenden Wind. Leider hatte ich keine Zeit die Küstenstadt zu besuchen, würde es aber bei einer weiteren Reise auf jeden Fall tun.


Taghazout (2-3 Tage)

Weiter entlang der Küste stößt man auf den kleinen Surfer Ort Taghazout. Zugegeben, es fühlt sich nicht wirklich so an, als wäre Taghazout in Marokko. Nur die teilweise blau bemalten Hauswände erinnern an das Land, in dem man sich befindet. Die Atmosphäre ist so, wie sie es eben beim surfen ist - sportlich aber entspannt. Die Cafés und Restaurants bieten die üblichen hippen Surf-Speisen á la smoothie und poké bowl an. Aber auch wenn man sich nicht in die Wellen schmeißen will, ist Taghazout ein schönes Örtchen um die Seele ein wenig baumeln zu lassen. Hier fühlt man sich wohl!


Ab in die Sahara (3 Tage)

Ab Marrakech und Fez, sowie in der Hauptsaison angeblich auch von anderen Orten, starten täglich zwei-, bis dreitägige Touren in die Sahara. Die zweitägige Version fährt Zagora an, die dreitägige Route führt nach Merzouga. Um nicht zwei volle Tage im Minivan zu sitzen, würde ich auf jeden Fall die drei-tägige Version empfehlen. Beginnt man die Fahrt ab Marrakech, verbringt man den ersten Tag im Atlas Gebirge und stoppt am Weg in Kashabh Ait Ben Haddou. Die UNESCO Weltkulturerbestätte diente bereits als Set einiger namhafter Serien und Filme wie Game of Thrones oder Gladiator. Am nächsten Tag besichtigt man die Stadt Todra und die dazugehörige gleichnamige Schlucht, die mich wirklich beeindruckt hat. Danach geht es weiter in Richtung Sahara. Nach einem Kamelritt und austoben in den Sanddünen lässt sich der Abend wunderbar in einem der Wüstencamps ausklingen. Am dritten und letzten Tag braucht man viel Ausdauer - da geht es nämlich in einer Marathonfahrt nach Fez oder Marrakech.


Fes (2 Tage)

Die Kulturhauptstadt Fez im Norden des Landes ist vor allem für ihre Färbereien bekannt. Die wollte ich unbedingt besuchen, eine der Gründe für mich, warum ich schon als Kind immer nach Marokko wollte. Am Besten kann man die Färbereien von einem der umliegenden Balkone sehen, die meist am Dach von mehrstöckigen Ledergeschäften liegen. Natürlich ein wenig unangenehm wenn man nichts kaufen will, Trinkgeld wird für den "gratis" Besuch der Dachterrasse erwartet. Außerdem ist hier, wie in allen anderen Marokkanischen Orten die Medina sehr sehenswert. Obwohl die Stadt voller Touristen ist, habe ich den Eindruck gewonnen, dass sich die Einheimischen davon nicht beeindrucken lassen. Wenig wirkt hier wie für Touristen gespielt.


Chefchaoen (1 Tag)

An der blauen Stadt im Norden des Landes kommt man vor allem auf Instagram nicht mehr vorbei. Kein Wunder, denn das Städtchen in den Bergen ist wirklich unglaublich fotogen und vielleicht sogar mein Lieblingsort in Marokko. Wo man auch hinsieht bieten sich Fotomotive und die Gassen und Häuser beeindrucken mit strahlendem blau. Angeblich werden sie nämlich sogar zwei Mal jährlich nachgestrichen. Zwischen 11:00 und 16:30 sind hier einige Tagestouristen, davor und danach wird es paradiesisch ruhig auf den Straßen. Besonders empfehlen würde ich einen Spaziergang zur Kirche, die auf einem Hügel einen wunderbaren Blick auf die Stadt freigibt. Ein wunderschöner Ort um der Sonne beim Untergehen zuzusehen.