Meine Top 4 Destinationen in Asien

03.12.2020

  • Canggu, Bali

    Oh, Canggu. An diesen Surferort im Südwesten von Bali kann ich nicht zurückdenken, ohne leicht zu seufzen. Ich schwöre, selbst beim Schreiben hat sich meine Schwester genervt zu mir umgedreht, nachdem ich einen seltsam sentimentalen Ton von mir gegeben habe, während ich in die Tasten hämmerte.

    Drei Worte um Canggu zu beschreiben: Smoothie Bowls (das gilt für diesen Zweck als ein Wort), Surfen und Party. Alles was das Herz und das Instagram-Feed begehrt. Ja, ich war da, habe surfen gelernt, gefeiert, Smootie Bowls quasi inhaliert, mein Insta Feed neu aufleben lassen und habe es geliebt. Ich würde wetten, dass 80 Prozent der Menschen, die sich im Frühling auf dem Coachella Festival herumtreiben, den Winter in Canggu verbringen. Obwohl ich noch nie in Australien war, habe ich nach meinen Aufenthalten in Canggu so viele Australier kennengelernt, wie die meisten Touristen nicht auf ihrem Trip nach Down Under treffen. Wer kein Aussi ist, schnappt sich hier einfach ein Surfboard, nimmt einen der vielen Surf-Anfängerkurse teil und geht auch so durch. 

  • Ubud, Bali

Kaum zu glauben, dass der erste Ort, in den ich während meines Asien Aufenthaltes einen Fuß gesetzt habe, zu einem meiner Liebsten werden würde. Ich hatte das Glück, gleich nach meiner Ankunft in Bali vier Wochen lange kurz vor Ubud zu wohnen. Und das, obwohl ich den Standpunkt meiner Freiwilligenarbeits-Unterkunft völlig willkürlich gewählt habe, und eigentlich keine Ahnung von Bali hatte. Schon gar nicht, dass Ubud definitiv zu den coolsten Hotspots der Insel gehört.

Das Städtchen ist voller kreativen Aussteigern, die am Nachmittag zu Yoga Kursen gehen und Abends in einem der atmosphärischen, aber billigen kleinen Restaurants aus aller Welt speisen. Ubud ist bekannt als das kulturelle Zentrum von Bali. Hatten wir Freiwilligenarbeiter eines Nachmittags nichts geplant, fuhren wir oft in die Stadt, spazierten durch die Straßen und ließen uns auf dem riesigen Markt treiben, der sich im Zentrum von Ubud befindet. Hier habe ich meine Verhandlungs-Fähigkeiten für meinen gesamten restlichen Asienurlaub erlernt. Denn wer es schafft, auf diesem Markt Schnäppchen zu ergattern, der meistert die Kunst auch im Rest von Südostasien.

In und um Ubud gibt es so viel zu tun, dass ich nach meiner vierwöchigen Freiwilligenarbeitszeit sogar noch einmal für eine ganze Woche zurückgekommen bin, um alles zu erkunden, was ich mir vorgenommen hatte. Aber selbst nach fünf Wochen in und um Ubud konnte ich nicht alle Wasserfälle, Naturspektakel und Restaurants besuchen, die ich mir vorgenommen hatte. Hier habe ich die Reisterrassen besucht, eine Tour durch die Kaffeeplantagen, und eine Radtour gemacht, unzählige Wasserfälle gesehen, war raften, wandern - und das alles direkt vor Ubud! Einer der wenigen Orte, die selbst nach fünf Wochen Aufenthalt noch voller Überraschungen sind und definitiv einen Besuch wert.

  • Pai, Thailand

Pai ist einer dieser Orte, von denen einem schon im Vorhinein alle erzählen, es wäre das Paradies auf Erden. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch. Ich muss sagen, ich glaube ich hatte die beste Zeit meiner Reise in diesem kleinen Örtchen im Norden von Thailand. Ich war mit den richtigen Leuten da, im richtigen Hostel und war, gerade vom Familienurlaub mit meinen Eltern weitergeflogen, überglücklich wieder im Backpackerleben zurück zu sein. Es ist schwer zu beschreiben, was die Magie von Pai ausmacht. Ja, ich gehe so weit, solch theatralische Begriffe zu benutzen, um das Flair in dem Ort zu beschreiben. Pai ist Entspannung pur, wenn man das will, und hat die besten Partys. Wie kann man einen Ort, an dem sich die Hauptstraße jeden Abend zu einem riesigen Nachtmarkt verwandelt, nicht lieben? Noch dazu, wenn dort kaum eine Speise mehr als zwei Euro kostet, und man sich quasi um die ganze Welt futtern kann. Irgendwas muss in der Luft in den Bergen Thailands liegen, das die Leute dazu bringt, einfach mal Pause zu machen und ewig in Pai zu bleiben. Vorstellen könnte ich es mir auf jeden Fall.   

  • Koh Tao, Thailand

Man hört ja viel über die Inseln Thailands. Unglaublich gutes, unglaublich schlechtes, irgendwie immer dasselbe. Nach vier Monaten Asien dachte ich nicht, dass mich die touristischen Inseln im Süden von Thailand noch umhauen könnten. Was soll es dort schon geben, was ich nicht schon in anderen Teilen Südostasiens gesehen hatte? Strände? Angehakt. Wasserfälle? Abgehakt. Party? Abgehakt, Naturspektakel der verschiedensten Arten? Abgehakt. Oh, wie hatte ich mich geirrt.

Koh Tao ist die Definition von Paradies. Eine Insel, auf der man alles zu Fuß in längstens 30 Minuten erreichen kann (auch noch den Großteil des Wegs am Strand) hat wenig negative Seiten. Koh Tao hat ein Motto: Tauche, Tauche, Tauche. Und selbst für mich, die den Grund auf die Insel zu kommen eindeutig falsch verstanden hat. (Nein, ich wollte nicht tauchen) war Koh Tao der perfekte Ort, um mich am Ende der Reise noch zu beeindrucken.

Trotz harter Gegner hat es der Freedom Beach in Koh Tao geschafft, von mir als bester Strand in ganz Südostasien gekürt zu werden. Der winzige Strand ist voller Hängematten, die teilweise über dem kristallklaren Wasser hängen. Der Sand ist schneeweiß, das Wasser so Türkis wie selten auf der Welt und es ist schlicht und einfach der Himmel auf Erden. Von dem Strand aus kann man, nach einem etwas abenteuerlichen Anstieg, auch ein Aussichtspunkt erreichen. Der Ausblick dort oben ist so schön, dass man mindestens fünf Minuten warten muss, bis die Fotoshootings der umstehenden Touris beendet sind, bis man sein Foto machen kann.

Ich habe viel mehr Zeit als geplant in Koh Tao verbracht, und habe sogar mit dem Gedanken gespielt, einfach noch bis zum Rest meiner Reisezeit in Asien dort zu bleiben. Aber ich musste zur Half Moon Party auf der Nachbarinsel, es gibt Prioritäten. Hier mehr zu der perfekten Route durch Thailand.